Preisuntergrenze für negative Strompreise sinkt auf -600 EUR/MWh

Preisuntergrenze für negative Strompreise sinkt auf -600 EUR/MWh

Ab dem 29. Mai 2026 müssen Betreiber von Windenergie- und PV-Anlagen die Day-Ahead-Preise noch stärker im Blick behalten: Die Untergrenze für negative Strompreise wird von bisher -500 EUR/MWh auf -600 EUR/MWh abgesenkt.

Die Änderung trat erstmals für die Auktion am 28. Mai mit Lieferung am 29. Mai 2026 in Kraft und betrifft alle gekoppelten europäischen Strommärkte. Für Betreiber von EEG-Anlagen gewinnt damit das Management von Negativpreisphasen weiter an Bedeutung. Künftig können Marktpreise in einzelnen Stunden noch deutlich stärker ins Negative fallen als bisher. Anlagen, die während solcher Phasen ungeachtet der Marktbedingungen weiter einspeisen, müssen mit entsprechend höheren Erlöseinbußen rechnen.

Hintergrund der Anpassung sind wiederholt aufgetretene Preisextreme im negativen Bereich in verschiedenen europäischen Ländern. Ursache ist häufig das Zusammentreffen einer sehr hohen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit einer gleichzeitig schwachen Stromnachfrage. Mit dem weiteren Ausbau von Photovoltaik- und Windenergieanlagen sowie zunehmenden Schwankungen im Stromsystem rechnen viele Marktteilnehmer damit, dass Preisvolatilität künftig weiter hoch bleiben wird.

Für Anlagenbetreiber wird es daher immer wichtiger, auf Marktsignale reagieren zu können. Eine gezielte Steuerung der Einspeisung in Phasen sehr niedriger oder negativer Strompreise kann helfen, unnötige Einnahmeverluste zu vermeiden und die Wirtschaftlichkeit vor allem von Solar- oder Windenergieanlagen zu verbessern.

LUOX Energy unterstützt Anlagenbetreiber dabei mit der Option zur automatischen Abregelung bei negativen Strompreisen. Die individuelle Preisgrenze kann dabei individuell festgelegt und die Einspeisung der Anlage temporär ausgesetzt werden. So lässt sich die Einspeisung auch ohne intelligentes Batteriesystem optimieren, was für die Betreiber zu signifikanten Mehreinnahmen führen kann.

Die aktuelle Anpassung der Preisuntergrenze ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich der Strommarkt rapide verändert. Für Betreiber von EEG-Anlagen wird die preisbasierte Vermarktung und Steuerung zunehmend zu einem wichtigen Renditehebel.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Wissensdatenbank zum Thema: Automatische Abregelung in Negativpreisphasen

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