Batteriespeicher entwickeln sich für Betreiber von Photovoltaikanlagen zunehmend zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor. Während sie früher vor allem zur Eigenverbrauchsoptimierung eingesetzt wurden, ermöglichen sie heute zusätzlich eine zeitlich flexiblere Vermarktung von Solarstrom.
Grünstromspeicher sind für alle Betreiber von Photovoltaik- und sonstigen EEG-Anlagen interessant, die ihren Strom mit einem Direktvermarkter einspeisen und ihre Vermarktungseinnahmen trotz negativen Strompreise und starker Marktschwankungen steigern wollen. Damit entsprechende Speicherprojekte, die auch als Co-Location-Projekte behind-the-meter (BTM) bezeichnet werden, effizient geplant und in Betrieb genommen werden können, gilt es, einiges zu beachten.
Bei der Anschaffung eines Batteriespeichers für eine PV-Anlage kommt es nicht nur auf die technische Auslegung des Speichers an. Neben der passenden Kapazität für die geplante Nutzung, spielen auch aktuelle und künftige Regularien und Marktentwicklungen eine Rolle und sollten im Rahmen der Projektierung berücksichtigt werden. Für Einspeiser ist es zudem oft entscheidend, dass die Konditionen des Direktvermarkters und die Steuerung des Energiemanagementsystems (EMS) eine flexible Vermarktung zu Börsenpreisen unterstützen.
Grundsätzlich bietet die Nutzung eines PV-Speichers allerdings vielen Betreibern die Möglichkeit, ihre Einnahmen deutlich zu steigern:
1. Neben der Optimierung des Eigenverbrauchs lässt sich mit einem von einem EMS gesteuerten Batteriespeicher die Einspeisung in Zeitfenster mit wirtschaftlich vorteilhaften Marktpreisen verschieben.
2. Durch die klare Zuordnung des Grünstromspeichers zu einer bestimmten EEG-Anlage und die Nutzung derselben Einspeisestelle erhält der Betreiber weiterhin die gesetzliche Marktprämie.
In diesem Wissensartikel erklären wir, auf welche Möglichkeiten und Bestimmungen Sie achten müssen und warum die Konditionen der Direktvermarktung in diesem Kontext besonders wichtig sind.
Was ist ein Grünstromspeicher?
Ein Grünstromspeicher ist ein Batteriespeicher, der ausschließlich Strom aus einer zugeordneten EEG-Anlage speichert. Bei einer Photovoltaikanlage bedeutet das: Ein Teil des erzeugten PV-Stroms wird nicht direkt eingespeist oder verbraucht, sondern in der Batterie gespeichert. Später wird dieser Strom ins Netz eingespeist und über die gemeinsame Einspeisestelle vermarktet.
Rechtlicher Rahmen für die Nutzung eines PV-Speichers für die Direktvermarktung
Die strikte Nutzung des Speichers ausschließlich für den eigenen PV-Strom ist wichtig, denn nur durch die direkte Zuordnung des Speichers zu einer EEG-Anlage bleibt die eingespeiste Energie frei von fossilen Energieanteilen und somit förderfähig. Die genauen gesetzlichen Regelungen für die sogenannte Ausschließlichkeitsoption werden in § 19 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschrieben.
Durch das Erfüllen der Voraussetzungen für den Erhalt der EEG-Förderfähigkeit erhalten Betreiber mit einem Grünstromspeicher weiterhin ihre gesetzliche Marktprämie in der gewohnten Höhe. Damit unterscheidet sich der Grünstromspeicher von Speichertypen, die auch Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen.
Welche Vorteile bietet die Direktvermarktung mit einem PV-Speicher?
Der entscheidende Vorteil der Direktvermarktung mit einem Grünstromspeicher: Durch die Speicherung des erneuerbaren Stroms entsteht mehr zeitliche Flexibilität. Solarstrom muss nicht immer genau dann vermarktet werden, wenn er erzeugt wird, sondern kann je nach Situation gespeichert und in vorteilhaften Marktphasen eingespeist werden.
Welche Voraussetzungen gelten für Grünstromspeicher?
Damit ein Batteriespeicher als Grünstromspeicher betrieben werden kann, müssen die regulatorischen Anforderungen des EEG eingehalten werden. Entscheidend ist insbesondere, dass ausschließlich Strom aus der zugeordneten EEG-Erzeugungsanlage gespeichert wird. Eine Beladung aus dem öffentlichen Stromnetz ist bei diesem Speicherkonzept grundsätzlich ausgeschlossen.
Darüber hinaus sind eine eindeutige messtechnische Erfassung sowie eine nachvollziehbare Bilanzierung der Energieflüsse erforderlich. Nur wenn die Herkunft des gespeicherten Stroms jederzeit eindeutig nachgewiesen werden kann, bleibt der Anspruch auf die Marktprämie grundsätzlich erhalten.
Darf man mit dem PV-Speicher Strom aus dem Netz beziehen?
Der Netzbezug mit einem Grünstromspeicher bleibt den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen zufolge ausgeschlossen; zumindest solange die Förderfähigkeit über die sogenannte Ausschließlichkeitsoption erhalten bleiben soll. Bezieht der Batteriespeicher dennoch Strom aus dem Netz, so muss etwaiger eingespeister Strom über die sonstige Direktvermarktung vermarktet werden: ohne Fördergelder. Das bedeutet, dass die gesetzliche Marktprämie in diesem Fall entfällt. Dies könnte sich bis Ende des Jahres 2026 im Zuge der MiSpeL-Festlegung der Bundesnetzagentur ändern. (siehe Absatz unten zur MiSpeL-Festlegung)
Wann lohnt sich ein Batteriespeicher in der Direktvermarktung?
Ein Batteriespeicher für die Vermarktung lohnt sich vor allem dann, wenn eine zeitliche Verschiebung der Einspeisung höhere Vermarktungserlöse ermöglicht. Das ist insbesondere bei stark schwankenden Strompreisen der Fall. An sonnigen Tagen fallen die Börsenpreise zur Mittagszeit häufig deutlich ab oder werden sogar negativ. In den Morgen- und Abendstunden lassen sich dagegen oftmals höhere Erlöse erzielen.
Ein Speicher ermöglicht es, den erzeugten Solarstrom zunächst zwischenzuspeichern und erst dann einzuspeisen, wenn die Marktbedingungen wirtschaftlich günstiger sind. Gleichzeitig können Einspeisungen während negativer Strompreise vermieden werden. Dadurch verbessert sich die Vermarktungsstrategie, ohne dass zusätzliche Strommengen erzeugt werden müssen.
Ob sich ein Batteriespeicher im Einzelfall wirtschaftlich rechnet, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
• der installierten Leistung der Photovoltaikanlage,
• der Größe und Auslegung des Batteriespeichers,
• der Volatilität der Strompreise,
• dem eingesetzten Energiemanagementsystem sowie
• der Vermarktungsstrategie des Direktvermarkters.
Je stärker die Preisschwankungen am Strommarkt ausfallen und je intelligenter der Speicher gesteuert wird, desto größer ist in der Regel das wirtschaftliche Potenzial.
Für welche PV-Anlagen Grünstromspeicher relevant sind
Besonders relevant sind Grünstromspeicher für Betreiber von jüngeren PV-Anlagen mit einer Regelung zum Verlust der Marktprämie bei Negativpreisen, für größere gewerbliche EEG-Anlagen ab 100 kWp und für Projektierer oder IPPs, die Co-Location-Konzepte planen. In diesen Fällen kommen oft mehrere wirtschaftliche und regulatorische Faktoren zusammen: größere Investitionssummen und Einspeisemengen, die Direktvermarktungspflicht, hohe Erlösverluste durch negative Preisphasen und ein hohes Erlöspotenzial durch eine intelligente marktorientierte Steuerung der Einspeisung.
Doch auch für Betreiber von Bestandsanlagen kann ein Stromspeicher für PV-Anlagen interessant werden; vor allem wenn genügend überschüssige Erzeugung vorhanden ist und das bestehende Mess- und Anschlusskonzept eine sinnvolle Erweiterung erlaubt. Ob und in welcher Form ein Batteriespeicher für Gewerbe sinnvoll ist, hängt von den technischen Daten der Anlage und des Speichers ab sowie vom Einspeiseprofil, der Vermarktungsform und den geltenden Förderbedingungen.
So funktioniert die Direktvermarktung mit PV-Anlage und Batteriespeicher
PV-Anlage erzeugt Strom bei Sonneneinstrahlung
Die PV-Anlage erzeugt Strom abhängig von Einstrahlung, Ausrichtung, Wetter und technischer Verfügbarkeit. Ohne Speicher wird der nicht vor Ort verbrauchte Strom meist unmittelbar eingespeist. Bei starker Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden speisen oft viele PV-Anlagen gleichzeitig ein während die Nachfrage nicht im gleichen Maß steigt. In solchen Stunden sinken die Börsenpreise deutlich und mit ihnen die Vermarktungseinnahmen für den eingespeisten Strom. Am Abend, wenn die PV-Erzeugung zurückgeht und Strom weiterhin benötigt wird, können die Preise wieder steigen.
Batteriespeicher speichert überschüssigen PV-Strom
Zum Zeitpunkt der Erzeugung kann ein Batteriespeicher mit PV-Strom geladen werden, der nicht unmittelbar eingespeist oder anderweitig genutzt werden soll. Im Falle eines Grünstromspeichers bleibt die PV-Anlage die einzige Erzeugungsquelle und der Strom bleibt weiterhin zu 100 Prozent erneuerbar. Gleichzeitig muss der Strom durch die Flexibiltät des Speichers nicht mehr sofort zum Zeitpunkt der Erzeugung eingespeist und vermarktet werden. Erlösverluste in Zeiten niedriger oder negativer Strompreise können so vermieden werden.
In einem förderfähigen Co-Location-Modell mit erneuerbarem Strom wird der Speicher nicht aus dem Netz geladen. Diese Beschränkung beruht auf der regulatorischen Vorgabe, die die Förderfähigkeit zwischengespeicherter Strommengen an die Herkunft des Stroms knüpft.
Energiemanagementsystem steuert Speicherung und Einspeisung
Falls vorhanden, kann ein Energiemanagementsystem, kurz EMS, den Betrieb von PV-Anlage, Batterie und etwaigen Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektroautos steuern. Einige Hersteller bieten Batteriespeicher mit bereits integriertem EMS an.
Je nach Funktionsumfang berücksichtigt es Erzeugungsprognosen, den Speicherstand, den Verbrauch und in einigen Fällen auch die aktuellen Börsenpreise für Strom. Neuere Energiemanagementsysteme berücksichtigen die viertelstündlichen Day-Ahead-Preise des Folgetags und optimieren auf dieser Grundlage den Lade- und Entladebetrieb des Batteriespeichers. Mithilfe dieser Daten können einige EMS überschüssigen Solarstrom speichern und verkaufen, wenn Marktpreisfenster höhere Vermarktungserlöse versprechen.
Viele Anlagenbetreiber haben zwar einen Batteriespeicher, aber noch kein Energiemanagementsystem, das über eine Funktion zur preisbasierten Einspeisesteuerung verfügt. Nicht selten wundern sie sich dann, wenn negative Strompreise ihre Vermarktungserlöse mindern. Diese Funktion ist also wichtig, aber noch nicht in allen installierten EMS vorhanden.
Direktvermarktung zu viertelstündlichen Börsenpreisen bietet die notwendige Flexibilität
Die viertelstündlichen Day-Ahead-Preise werden täglich für den Folgetag ermittelt und an der Strombörse bekannt gegeben. Sie ermöglichen eine frühzeitige Planung der Einspeisemengen zu verschiedenen Tageszeiten und bieten damit einen wichtigen Orientierungsrahmen für die Optimierung von Vermarktungserlösen.
Wichtig dabei ist, dass nur die Direktvermarktung zu viertelstündlichen Börsenstrompreisen es Betreibern von EEG-Anlagen ermöglicht, Hochpreisphasen für höhere Vermarktungseinnahmen zu nutzen. Die Direktvermarktung zum Monatsmarktwert hingegen bietet diese Möglichkeit nicht. Die Wahl des Direktvermarkters und des richtigen Vermarktungsmodells sind daher eine Grundvoraussetzung für die flexible Vermarktung des erneuerbaren Stroms aus einem Grünstromspeicher.
Auf unserer Website erfahren Sie mehr über die Vorteile und Konditionen mit LUOX Direktvermarktung zu viertelstündlichen Börsenpreisen.
Die genaue Höhe der Mehreinnahmen durch die Erlösoptimierung mit einem Batteriespeicher können nur schwer prognostiziert werden. Der Mehrwert besteht in einem erhöhten Erlöspotenzial, das aus der zeitlichen Verschiebung der Einspeisung entsteht. Je höher die Einspeisemenge und je größer die Preisschwankungen am Strommarkt, desto relevanter wird die marktorientierte Direktvermarktung mit Batteriespeicher.
Negative Strompreise führen zu Erlösverlusten in der Direktvermarktung
Negative Strompreise entstehen, wenn das Stromangebot in bestimmten Zeitfenstern höher ist als die Nachfrage. Für PV-Anlagen in der Direktvermarktung sind solche Phasen wirtschaftlich relevant, weil sie Erlöse mindern und unter bestimmten Voraussetzungen auch zum Entfall der Marktprämie haben können.
Intelligent gesteuerte Batteriespeicher können in solchen Situationen dabei helfen, Erlösverluste zu vermeiden, indem sie PV-Strom vorübergehend zu speichern und die Einspeisung zu negativen Preisen verhindern. Die Voraussetzungen dafür sind allerdings, dass Betreiber ihren Strom zu viertelstündlichen Börsenpreisen vermarkten und dass das installierte EMS über eine Funktion zur preisbasierten Steuerung der Einspeisung verfügt.
Wenn Ihr Energiemanagement keine preisbasierte Einspeisung ermöglicht, können Sie Ihre Einspeisung allerdings auch in Zeitfenstern mit negativen Strompreisen in einigen Fällen durch Ihren Direktvermarkter abregeln lassen. Bei LUOX Energy geschieht dies kostenfrei und automatisch. Das funktioniert sogar komplett ohne Speicher. Mehr Informationen zu dem Thema finden Sie in unserem entsprechenden Wissensartikel zur automatischen Abregelung bei negativen Strompreisen.
Grünstromspeicher im Vergleich zu anderen Speichertypen
Nicht jeder Batteriespeicher dient ausschließlich der Direktvermarktung. In vielen Gewerbebetrieben und Industrieunternehmen steht zunächst die Optimierung des Eigenverbrauchs im Vordergrund. Überschüssiger Solarstrom wird gespeichert und später im eigenen Unternehmen genutzt. Dadurch sinken die Strombezugskosten und der Eigenverbrauchsanteil steigt.
Mit zunehmender Marktvolatilität gewinnt jedoch auch die marktorientierte Speicherbewirtschaftung an Bedeutung. Moderne Energiemanagementsysteme können je nach der technischen Auslegung und den geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen sowohl den Eigenverbrauch als auch die Vermarktungserlöse optimieren. Dadurch lassen sich mehrere wirtschaftliche Ziele miteinander verbinden.
Co-Location: Batteriespeicher am gemeinsamen Netzanschlusspunkt
Unter Co-Location versteht man die Kombination einer Erzeugungsanlage – beispielsweise einer Photovoltaikanlage – und eines Batteriespeichers an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt. Beide Anlagen teilen sich also den Netzanschluss, erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Während die PV-Anlage Strom erzeugt, kann der Batteriespeicher Energie zwischenspeichern und zeitversetzt wieder einspeisen.
Je nach technischer und regulatorischer Ausgestaltung unterscheiden sich die Vermarktungsmöglichkeiten erheblich. Besonders relevant sind drei Grundmodelle:
Co-Location mit Grünstromspeichern
Grünstromspeicher speichern ausschließlich Strom aus der angeschlossenen EEG-Anlage. Dadurch bleibt die Herkunft des Stroms eindeutig nachvollziehbar und die Voraussetzungen für die geförderte Direktvermarktung können erfüllt werden.
Stand-alone-Speicher
Stand-alone-Speicher sind vollständig von einer Erzeugungsanlage entkoppelt. Sie dienen ausschließlich dem Handel mit Strom oder der Bereitstellung von Flexibilitäts- und Netzdienstleistungen.
Graue Co-Location mit Netzbezug
Graue Co-Location beschreibt Konstellationen, in denen ein Speicher neben Strom aus der Erzeugungsanlage auch Netzstrom beziehen kann. Die technische Umsetzung dieses Modells ist anspruchsvoll. Wenn die Förderfähigkeit der PV-Anlage erhalten bleiben soll, müssen Speicher und PV-Anlage bilanziell und technisch separat gesteuert und gemessen werden.
Eigenverbrauchsoptimierung, Co-Location oder Stand-alone-Speicher
Der Grünstromspeicher bietet eine klare Zuordnung und passt deshalb gut zu PV-Anlagen in der geförderten Direktvermarktung. Seine Grenze besteht darin, dass er heute nicht frei für Netzstrom-Arbitrage eingesetzt werden kann. Gewerbliche Stand-alone-Speicher können mehr Freiheitsgrade bieten, bringen aber andere Herausforderungen mit sich. Die richtige Speicherform hängt deshalb nicht nur vom Batteriesystem ab, sondern auch vom Ziel: Förderfähigkeit erhalten, Eigenverbrauch und Direktvermarktung kombinieren, Marktpreisfenster nutzen oder zusätzliche Flexibilitätsmärkte erschließen.
MiSpeL: Marktintegration von Speichern und Ladepunkten (MiSpeL)
Das MiSpeL-Vorhaben steht für die geplante Marktintegration von Speichern und Ladepunkten. Die Bundesnetzagentur hat dazu ein Festlegungsverfahren eröffnet und Eckpunkte konsultiert. Ziel ist es, Speicher und bidirektionale Ladepunkte stärker in Marktprozesse einzubinden und die bisher engen Nutzungsmöglichkeiten für PV-Anlagenbesitzer mit Speichern oder Elektrrofahrzeugen zu erweitern. Für Betreiber ist diese geplante Änderung relevant, da künftig eine anteilige Zuordnung von Strommengen möglich werden soll, wenn Speicher sowohl EE-Strom als auch Netzstrom nutzen.
Abgrenzungsoption und Pauschaloption als mögliche Ansätze
Die Abgrenzungsoption soll es Betreibern künftig ermöglichen, Strommengen auf Basis viertelstündlicher Messwerte rechnerisch zuzuordnen. Dadurch könnte bestimmt werden, welche eingespeisten Strommengen aus der erneuerbaren Erzeugungsanlage stammen und für die Marktprämie relevant sind. Die Pauschaloption ist dagegen als vereinfachter Ansatz für bestimmte kleinere Solarkonstellationen vorgesehen, insbesondere für Solaranlagen bis maximal 30 kWp. Für größere Gewerbe- und Projektanlagen wird vermutlich die Abgrenzungsoption zum Einsatz kommen.
Heute bildet die Ausschließlichkeitsoption die maßgebliche Praxis für reine Grünstromspeicher. MiSpeL kann künftig neue Möglichkeiten eröffnen, insbesondere für gemischte Speicherbetriebe mit Netzbezug. Solange allerdings die Festlegung nicht abgeschlossen und die technische und wirtschaftliche Umsetzung nicht etabliert sind, müssen bei Investitionsentscheidungen Eventualitäten berücksichtigt werden.
Fazit: Grünstromspeichern sichern die Marktprämie und erhöhen das Erlöspotenzial für EEG-Anlagen
Batteriespeicher entwickeln sich vom Instrument zur Eigenverbrauchsoptimierung zu einer zentralen Flexibilitätsoption im Strommarkt. Mit zunehmender Preisvolatilität gewinnen zeitoptimierte Einspeisung, intelligente Energiemanagementsysteme und eine marktorientierte Direktvermarktung weiter an Bedeutung. Wer bereits heute auf diese Kombination setzt, schafft gute Voraussetzungen für steigende Vermarktungserlöse und zukünftige regulatorische Entwicklungen.
Ein Grünstromspeicher kann PV-Anlagen flexibler machen, weil er erneuerbaren Strom nicht zwingend im Moment der Erzeugung einspeist. Für Betreiber entsteht dadurch die Möglichkeit, niedrige Preisfenster zu vermeiden und Hochpreisphasen gezielter zu nutzen. Der Kernnutzen liegt in der zeitlichen Verschiebung der Einspeisung ohne den Verlust der Marktprämie als Förderbetrag.
Wenn Sie klären möchten, ob die Nutzung eines Grünstromspeichers in Kombination mit LUOX Energy für Sie die richtige Wahl ist, können Sie sich gerne auf unserer Website über LUOX Direktvermarktung für Gewerbekunden informieren und ein persönliches Angebot anfordern.