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Kann ich meinen Batteriespeicher in die Direktvermarktung einbinden?

letzte Aktualisierung:

07.08.2025

Ja, grundsätzlich ist die Kombination aus Batteriespeicher und Direktvermarktung ein wirkungsvoller Weg, Erzeugung und Einspeisung zeitlich zu entkoppeln, Einnahmen zu steigern und zugleich das Stromnetz zu entlasten. Mit einem Batteriespeicher können Sie den produzierten Strom aus Ihrer PV-Anlage in den Mittagsstunden speichern und so die Einspeisung in sonnenreichen Stunden vermeiden. In diesen Zeiten ist der Strompreis nämlich besonders niedrig oder sogar negativ, was Ihre Gewinne schmälert.

Ein intelligent gesteuerter Batteriespeicher kann die Einspeisung Ihres PV-Strom in Zeitphasen verschieben, in denen höhere Börsenpreise bessere Vermarktungserlöse ermöglichen.

Bei der Nutzung eines Batteriespeichers für die Direktvermarktung gilt es aber, einige wichtige regulatorische Vorgaben zu beachten:

1) Nutzen Sie Ihre Batterie in Kombination mit Ihrer PV-Anlage aktuell ausschließlich zur Optimierung Ihres Eigenverbrauchs aus dem selbst erzeugten Strom? Die Batterie hat keinen Netzbezug?

Dann können Sie Ihre Batterie für eine preisoptimierte Netzeinspeisung in der Direktvermarktung mit LUOX Energy nutzen.

Ein solcher Grünstromspeicher speichert ausschließlich Strom aus der zugeordneten EEG-Anlage. Bei Einhaltung der regulatorischen Voraussetzungen bleibt der gespeicherte und später eingespeiste PV-Strom grundsätzlich förderfähig.

2) Sie nutzen Ihre Batterie in Kombination mit Ihrer PV-Anlage zur Optimierung Ihres Eigenverbrauchs UND für einen preisoptimierten Netzbezug über einen dynamischen Tarif (z.B. LUOX Dynamisch)?

❌ Dann ist die Einspeiseoptimierung in der geförderten Direktvermarktung leider noch nicht möglich.

Der Grund: Für diese Form der EEG-Förderung muss eindeutig sichergestellt sein, dass der zwischengespeicherte und später eingespeiste Strom ausschließlich aus der zugeordneten erneuerbaren Erzeugungsanlage stammt. Wird der Speicher zusätzlich aus dem öffentlichen Netz geladen, sind die Voraussetzungen der Ausschließlichkeitsoption nicht mehr erfüllt.

Künftig sollen neue regulatorische Möglichkeiten eine flexiblere Nutzung von Batteriespeichern mit PV- und Netzstrom ermöglichen. Die Bundesnetzagentur arbeitet im Rahmen der sogenannten MiSpeL-Festlegung an entsprechenden Vorgaben.

Batteriespeicher und Direktvermarktung: Auf die Vermarktungsform kommt es an

Für eine preisoptimierte Einspeisung reicht ein intelligenter Batteriespeicher allein nicht aus. Auch das Vermarktungsmodell muss die zeitliche Verschiebung wirtschaftlich abbilden.

Bei LUOX Direktvermarktung wird der eingespeiste Strom zu den viertelstündlichen Day-Ahead-Preisen vermarktet. Dadurch wirken sich unterschiedliche Einspeisezeitpunkte direkt auf die Vermarktungserlöse aus. Wird Solarstrom aus einer Niedrigpreisphase gespeichert und später zu einem höheren Börsenpreis eingespeist, kommt dieser Preisunterschied dem Anlagenbetreiber zugute.

Bei einer Abrechnung zum monatlichen Marktwert wird dieser individuelle Vorteil der zeitlichen Einspeiseoptimierung dagegen nicht entsprechend abgebildet.

Mehr zu Grünstromspeichern, Co-Location und MiSpeL

Welche regulatorischen Voraussetzungen für Grünstromspeicher gelten, wie ein Energiemanagementsystem die Einspeisung steuern kann und welche Änderungen durch MiSpeL geplant sind, erklären wir ausführlich in unserem Wissensartikel zu Grünstromspeichern für PV-Anlagen.

Mehr erfahren: Grünstromspeicher für PV-Anlagen in der geförderten Direktvermarktung

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